Mozart etabliert sich in Wien

Die ersten Jahre – Mozart wird gefeierter Konzertpianist

Plakat der Uraufführung der Oper „Die Hochzeit des Figaro“ am 1. Mai 1786 im Wiener Burgtheater am Michaelerplatz

1786 Quelle: Wikimedia
1783-1784
Wien
Mozart wohnte von 1784 bis 1787 unweit des Stephansdoms, wo sich die einzige bis heute erhalten gebliebene Wiener Wohnung Mozarts befindet – hier komponierte er die Oper „Die Hochzeit des Figaro“

Mozart wohnte von 1784 bis 1787 unweit des Stephansdoms, wo sich die einzige bis heute erhalten gebliebene Wiener Wohnung Mozarts befindet – hier komponierte er die Oper „Die Hochzeit des Figaro“

Quelle: Wikimedia

Die jungverheirateten Mozarts waren glücklich. In ihrem jungen Hausstand war immer was los. Schüler kamen und gingen, Hausbälle wurden veranstaltet, man spielte Karten oder Billard, zwei Hunde und Singvögel wurden gehalten. Mozart war ständig am Komponieren. Sinfonien, Lieder, Sonaten, Klavierkonzerte, Arien, Quintette, Quartette, Trios und Hornkonzerte. Finanziell ging es ihm prächtig. So konnte er sich in der Schulerstraße hinter dem Stephansdom eine Wohnung für 460 Gulden Jahresmiete leisten – mehr als sein Vater im ganzen Jahr verdiente. Bei der Adresse Schulerstraße 8 handelt es sich um das heutige Mozarthaus Vienna in der Domgasse 5.

Mozarts erstes Kind, Raimund Leopold, kommt im Juni 1783 zur Welt. In diese Zeit fällt auch seine Freundschaft mit Joseph Haydn, für ihn Lehrer und Vaterfigur in einem. Voller Bewunderung studiert er eifrig Haydns Streichquartette: „Ich habe von Haydn erst gelernt, wie man Quartette schreiben müsse.“  

Und stets war er auch auf der Suche nach einem neuen, spannenden Opernstoff. Doch ein geeignetes Thema war – noch – nicht in Sicht.

Mozart als Trendsetter: ganz neue Art zu komponieren

Eine der großen Leistungen Mozarts ist der Bruch mit der damals üblichen Art, Opern zu komponieren. Was bisher „am Markt“ war, erschien ihm zu langweilig, zu linear, zu wenig raffiniert und spannend. Jedes Textbuch wurde von ihm immer wieder überarbeitet, nur wenige Textdichter – wie etwa Lorenzo da Ponte, der auch für Antonio Salieri schrieb, oder Emanuel Schikaneder – ließen sich das gefallen. Mozart hatte ganz genaue Vorstellungen von einem Libretto und war erst zufrieden, wenn Musik und Text perfekt harmonierten. Dieser Perfektionismus gehört sicherlich zu seinen herausragenden Eigenschaften – und war die Grundlage für seine unvergleichlichen Werke.