Mozart und Ludwig van Beethoven

Spurensuche im Leben zweier genialer Musiker

Büsten von Mozart und Beethoven in der Pariser Oper (Palais Garnier)

1861/74 Quelle: Wikimedia
1787
Prag
Der 13-jährige Ludwig van Beethoven

Der 13-jährige Ludwig van Beethoven

Ölgemälde eines Bonner Meisters um 1783 Quelle: Wikimedia

Ludwig van Beethoven wurde 1770 geboren, er war also 14 Jahre jünger als Wolfgang Amadeus Mozart. Aus der Wunderkind-Zeit Mozarts stammt die Begebenheit, dass die junge Frau eines Koblenzer Leibkammerdieners, Frau van Beethoven, ein Konzert des kleinen Wolfgang und Nannerl hörte. Sie war damals so begeistert, dass sie davon träumte, ihr Kind, das sie später einmal haben würde, auch alsWunderkind heranwachsen zu sehen. Ihr Traum sollte in Erfüllung gehen. Ihr Sohn, Ludwig van Beethoven, wurde zu den größten Komponisten seiner Zeit.

Jahre später, Mozart durchlebte nach seiner Rückkehr aus Prag schwierige Monate und war wieder einmal in Geldnot, kam Ludwig van Beethoven 1787 nach Wien. Er war 16 Jahre alt und wollte in Wien bei Mozart oder Haydn Unterricht nehmen. Wer weiß, was geschehen wäre, wenn Beethovens Mutter nicht plötzlich krank geworden und der junge Ludwig nicht schon nach zwei Wochen wieder nach Bonn hätte zurückkehren müssen. Mozart, der mitten in den Arbeiten zu Don Giovanni steckte, sowie voller Sorge um seinen sterbenskranken Vater, hat Beethoven damals nicht empfangen. Geschweige denn, ihm Stunden gegeben. Und als Beethoven Jahre später nochmals nach Wien kam, war Mozart bereits tot.

Mozart, Beethoven – und die Sinfonie als musikalische Gattung

Zu den Verdiensten Mozarts und Beethovens gehört die Weiterentwicklung der Sinfonie als eigene, anspruchsvolle und fast dramatische Kunstform. Ursprünglich nur dazu gedacht, als Einführung in ein Konzert oder eine Oper zu dienen, erhoben diese beiden zusammen mit Joseph Haydn die Sinfonie zu dem, was wir heute darunter verstehen.