Kleine Oper von Mozart ...

... für die Studenten der Salzburger Universität

Apollo et Hyacinthus

Salzburger Festspiele 2006 Foto: Barbara Aumüller

Oper

März 1767
Salzburg
 Apollo et Hyacinthus

Apollo et Hyacinthus

Salzburger Festspiele 2006 Foto: Barbara Aumüller

Sicherlich wurde der 11-jährige Wolfgang Amadeus Mozart durch den Erfolg mit „Die Schuldigkeit des ersten Gebots“ regelrecht beflügelt. Er schrieb allerlei Märsche und Menuette, aber auch Kirchenmusik. Schließlich bekam er von der Universität Salzburg den Auftrag zur Komposition eines lateinischsprachigen Schulstückes. Das Libretto stammte vom Benediktinerpater Rufinus Widl, Grundlage war dessen Drama „Clementia Croesi“. Das Stück erhielt seine Bezeichnung „Apollo et Hyacinthus seu Hyacinthi Metamorphosis“, kurz: „Apollo et Hyacinthus“, erst nach dem Tod Mozarts.

Diese Oper von Mozart dauert ca. 1,5 Stunden und hat drei Akte.

Herausforderung: die griechische Mythologie

Wolfgang Amadeus Mozarts Leistung in Apollo et Hyacinthus ist nicht hoch genug zu bewerten. Schon vom Stoff her bedeutet diese Oper eine große Herausforderung für den 11-Jährigen:

Apollo verliebt sich in Melia, Tochter des Oebalus, König von Lakedämonien. Der junge Gott sucht jedoch auch die Aufmerksamkeit vonHyacinthus, des Königssohnes, und entfacht dadurch die Eifersucht von Hyacinthus' Freund Zephyrus, der wiederum auch in Melia verliebt ist. Zephyrus verletzt Hyacinthus bei einem Diskusspiel schwer und behauptet, Apollo wäre der Angreifer gewesen, um auf diese Weise Melia von Apollo abzubringen.

Apollo verwandelt Zephyrus daraufhin in einen Wind und lässt ihn fortwehen. Doch Melia glaubt an Apollos Schuld und weist ihn ab. Der sterbende Hyacinthus kann aber noch für Aufklärung sorgen. Nach seinem Tod verwandelt Apollo ihn in ein Meer von Hyazinthen und gewinnt schließlich die Liebe Melias zurück.

Diese Oper ist ein Jugendwerk Mozartsund natürlich noch nicht mit seinen späteren gereiften Werken zu vergleichen. Doch sie ebnet ihm den Weg für weitere Aufträge …