„Kleine“ g-Moll-Sinfonie

Mozarts Originalmanuskript der „Pariser Sinfonie“ in der Staatsbibliothek zu Berlin

Quelle: Wikimedia
1773
Salzburg

Wolfgang Amadeus Mozart schrieb zwei Moll-Sinfonien in der Tonart g-Moll. Die „kleine“ g-Moll-Sinfonie (KV 183) komponierte er 1773 als junger erzbischöflicher Konzertmeister in Salzburg. Sie enthält Strukturen, die für Mozart bis dahin ungewöhnlich waren: weniger gefällig, weniger unterhaltsam, aber mit ihren Synkopen, Dissonanzen, Tremolo- und Unisono-Passagen – typisch für die Sturm-und-Drang-Zeit – sehr ausdrucksstark. Diese Mozart-Sinfonie gilt bei manchen Kritikern als „kleiner“ Vorläufer seiner zweiten g-Moll-Sinfonie (KV 550) von 1788. Den Grund für den tonartlichen Wechsel wollen manche in einer depressiven Stimmungslage Mozarts sehen, manche betrachten diese Mozart-Sinfonie aber vor allem als das Ergebnis der Lust eines 17-Jährigen am Experimentieren.