Pariser Sinfonie

31. Mozart Sinfonie in D-Dur

Mozarts Originalmanuskript der „Pariser Sinfonie“ in der Staatsbibliothek zu Berlin

Quelle: Wikimedia
1778
Salzburg

Im März 1778 reiste Mozart mit seiner Mutter nach Paris. Ziel der Reise war es, eine lukrative Anstellung für Wolfgang zu finden. Dieser Wunsch ging jedoch nicht in Erfüllung. Mozart komponierte in Paris auch nicht viel. Sein größter Erfolg in dieser Zeit war die Pariser Sinfonie. Der Auftrag dazu kam von Joseph Legros, dem Leiter des Concert spirituel. Mozart hält sich dabei an den Pariser Stil, der Pauken, Trompeten und – für ihn eine Premiere – auch Klarinetten vorsieht und auf das Menuett verzichtet. Obwohl Legros von Mozarts Sinfonie sehr angetan ist, bittet er ihn, den zweiten Satz zu ändern, da er ihn für das Publikum zu kompliziert findet. Mozart beugt sich dem Wunsch – äußerst ungewöhnlich für ihn, was zeigt, wie sehr ihm daran lag, sich die Gunst Legros‘ zu erhalten. Beide Sätze – der ursprüngliche und der danach komponierte – sind erhalten, die Wissenschaft ist sich jedoch über die Reihenfolge im Unklaren.

Die Entstehungsgeschichte rund um diese Mozart-Sinfonie zeigt deutlich, wie sehr sich Mozart bemühte, den Parisern zu gefallen – wenn er auch von deren Musikverständnis nicht viel hielt. Für die „dummen Esel“ ließ er einfache Melodien einfließen, sorgte für Effekte mittels Fanfaren, Dreiklangsmelodik und virtuosen Läufen, und er wiederholte verschiedene Abschnitte mehrmals. Die Aufführung der 31. Mozart-Sinfonie wurde zum Erfolg, doch bevor Mozart wieder nach Salzburg zurückkehrte, sollte ihn ein schwerer Schicksalsschlag ereilen: der Tod seiner Mutter am 3. Juli 1778.