Sinfonie in G-Dur

Einleitung zu einer Sinfonie von Michael Haydn

Mozarts Originalmanuskript der „Pariser Sinfonie“ in der Staatsbibliothek zu Berlin

Quelle: Wikimedia
1783
Salzburg

Michael Haydn, Bruder des bekannteren Joseph Haydn, war Mozarts Nachfolger als Hoforganist in Colloredos Diensten in Salzburg. Der Überlieferung nach sollte Michael Haydn für Colloredo sechs Duette für Violine und Viola komponieren. Da wurde er plötzlich krank und konnte nicht mehr weiterarbeiten. Jedoch Colloredo bestand auf pünktlicher Ablieferung des Werkes, das anlässlich des Amtsantrittes des neuen Abtes von Michaelbeuern 1783 aufgeführt werden sollte. Da springt Mozart ein und komponiert die Einleitung. Sie sollte später als Mozarts Sinfonie in G-Dur in das Köchelverzeichnis (KV 444) aufgenommen werden. Die Partitur für diese Sinfonie fand sich erst nach Mozarts Tod in seinen Unterlagen. Er hatte die Angewohnheit, für seine zahlreichen Konzerte in Wien immer wieder auf ältere eigene Werke zurückzugreifen und in diesem Fall auch den Part Michael Haydns zu verwenden.